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„Immer, wenn ich zur ZAB muss, um meine Duldung zu verlängern, habe ich Angst. Ich schlafe die Nächte davor nicht. Zwei Mal musste ich schon in die Psychiatrie. Meine Lehrerin macht sich Sorgen um mich.“

„Gestern hat man mir meine Arbeitserlaubnis weggenommen. Ohne Begründung. Was sag ich morgen meinem Chef? Und meiner Familie in Nigeria ? Meine Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, wenn ich ihnen kein Geld schicke.“

„Gestern ist in meinem Stadtviertel in Kabul eine Bombe vor der Moschee explodiert. Mein Cousin wurde schwer verletzt. Das interessiert hier niemanden. Sie wollen mich dorthin abschieben. Sie sagen, Kabul sei sicher.“

„Die Frau von der ZAB hat mir einfach meinen Personalausweis weggenommen. Meine Freundin war dabei, sie ist schwanger. Wir brauchen den Ausweis, damit wir die Vaterschaftsanerkennung machen können. Meine Freundin hat dann so geweint und gebettelt, bis sie uns den Ausweis für einen Tag zurückgegeben hat. Es war so schlimm.“

„Sie behandeln mich dort, als wäre ich keine erwachsene Person. Ich werde nicht respektiert.“

„In keiner Behörde werden die Geflüchteten und auch wir Helfenden so unfreundlich und abwertend behandelt wie in der ZAB. Ich bin immer wieder aufs Neue bestürzt, wenn ich dort anrufen muss.“

„Ich betreue einen jungen Afghanen, M. Ihm geht es psychisch sehr schlecht. Als wir einen Folgeantrag gestellt haben, lief was zwischen den Behörden falsch. Die ZAB wusste nichts vom Folgeantrag. Wir haben ihnen das dann gesagt und gebeten, dass sie doch bitte nachfragen sollen, es ist wichtig! Aber stattdessen haben sie M. einfach die Duldung weggenommen. Am Ende stellte sich alles als Missverständnis heraus, aber M. hat fünf Tage nicht geschlafen vor Angst.“

„Als ich das letzte Mal die Duldungen meiner Familie verlängert habe, sagten sie uns, das wäre das letzte Mal. Wenn wir nicht in 4 Wochen ausreisen, würden wir abgeschoben. Mir ist fast das Herz stehen geblieben. Ich habe dann meine Anwältin angerufen. Sie sagte, das stimme nicht. Weil meine kleine Tochter im Asylverfahren ist, können sie uns gar nicht abschieben. Warum lügt man uns an? Sie wollen uns zermürben. Aber ich gebe nicht auf. Wir sind schon 8 Jahre in Deutschland. Meine Kinder kennen kein anderes Land.“

„Ich habe nicht gewusst, was mich erwartet, als ich angefangen hab, in der ZAB zu arbeiten. Doch recht schnell ist mir klar geworden, dass es darum geht, Existenzen zu zerstören. Das hab ich nicht mehr ausgehalten. Heute bin ich in der Schulaufsicht, das macht mir viel mehr Spaß.“

„In der Jobbeschreibung hieß es, ich solle Interesse an Migrationsthemen haben und interkulturelle Kommunikation können. Am Ende ging’s dann aber nur darum, möglichst viele Abschiebungen durchzubekommen. Die Leute hatten richtig Angst vor mir.“

Kranke Leute abschieben finde ich auch krass. Aber das hat die Politik so entschieden, wir vollziehen ja nur. Trotzdem möchte ich nicht in der Haut des Kollegen von der ZAB Mittelfranken stecken, der für die Abschiebung im Februar nach Armenien zuständig war. Ein alter Mann hat einen Herzinfarkt erlitten und ist fast gestorben. Der war so alt wie mein Vater. Ich frag mich schon, ob das wirklich sein muss.

Im Grunde verstehe ich ja die Leute. Sie haben ihr Leben auf’s Spiel gesetzt auf der Suche nach Sicherheit oder einer besseren Zukunft. Das hätte ich vielleicht in deren Lage auch gemacht. Mein Job ist es, sie hier wieder rauszubekommen und dagegen wehren sie sich natürlich. Wenn ich „Erfolg“ habe, macht mich das nicht zufrieden. Ich bewerbe mich bereits auf andere Stellen innerhalb der Regierung.

 

Am  23.03.2021 findet von München eine Sammelabschiebung nach Äthiopien statt. In Äthiopien schwelt ein Bürgerkrieg. Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Es droht eine humanitäre Krise. In der Region Tigray im Norden des Landes tobt seit Monaten ein militärischer Konflikt mit unzähligen Opferzahlen. Zehntausende Menschen sind in den Sudan geflohen und leben unter erbärmliche Bedingungen in Auffanglagern.
Abgeschoben werden soll die 21jährige Nürnbergerin Sara A. Sie wurde in Nürnberg geboren und ist dort aufgewachsen. Sara ist psychisch krank und drogenabhängig. Sie spricht keine der in Äthiopien gesprochenen Sprachen. Auch Hussen Adem Eshetu aus Bayreuth ist  betroffen. Hussen gilt laut Unterstützer:innen als suizidal und steht unter gesetzlicher Betreuung. Der Mann ist schwer traumatisiert, da er in Äthiopien inhaftiert und Opfer von Folter und Misshandlungen wurde.

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